KINOSPOT FÜR TIROLS WASSERSCHÄTZE

Kinospot für den Tiroler Fischereiverband: Vom Reel auf die Leinwand

Die wichtigsten Infos aus dem Beitrag

Kurz zusammengefasst.

Über den Auftrag und das Thema

Ausgangslage: Ein Platz im Foyer des Metropol Kinos

Der Tiroler Fischereiverband hat für das Festival einen Platz im Foyer des Metropol Kinos gemietet. Fünf Tage lang liefen im Saal Filme zu Natur und Umwelt. Das Publikum war damit genau jenes, das der Verband erreichen will. Mit diesem Ziel kam der Verband auf uns zu: vor Ort sichtbar sein und sein Anliegen auf die Leinwand bringen.

Das Anliegen: Kleinwasserkraft und No-Go-Areas

Im Mittelpunkt steht die Kleinwasserkraft. Das neue Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) erleichtert den Bau neuer Anlagen. Laut Verband erzeugen die 728 Kleinstwasserkraftwerke in Tirol zusammen nur 3,77 Prozent des Stroms. Gleichzeitig gilt mehr als die Hälfte der heimischen Fischarten als ausgestorben, gefährdet oder bedroht. Der Verband fordert deshalb No-Go-Areas: Gewässer, an denen keine Kleinwasserkraftwerke gebaut werden dürfen.

Aus einem Reel wird ein Kinospot

Vom Reel zum Kinospot: Wie wir vorhandenes Material für die Leinwand weiterentwickelt haben.
Als feststand, dass der Verband beim Festival dabei ist, war unser Reel zu den No-Go-Areas schon online. Statt einen komplett neuen Spot zu drehen, haben wir vorgeschlagen, auf diesem Material aufzubauen und es mit frischen Aufnahmen zu ergänzen. Dadurch brauchten wir nur einen zusätzlichen Drehtag, und Reel und Kinospot haben dieselbe Bildsprache. Die Kampagne wirkt so aus einem Guss.

Ton, Farbe und Mastering fürs Kino
In den Schnitt sind ein bis eineinhalb Tage geflossen. Ton, Farbkorrektur und Mastering haben wir eigens für die Leinwand neu angelegt. Auf dem Handy fällt vieles nicht auf. Im Kinosaal sieht und hört man dagegen jede Unsauberkeit.

Die Stimme: Thomas Eichhorn
Den Sprechertext hat Thomas Eichhorn eingesprochen. Viele kennen seine Stimme aus der ORF-Reihe „Universum“. Aufgenommen haben wir über die Firma SoundLarge, die uns hinsichtlich Synchronstimme bestens betreuut hat.

Probehören im Metropol Kino
Vor dem ersten Einsatz haben wir den Spot im Saal des Metropol Kinos probegehört, und der Ton hat auf Anhieb gepasst. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Das Kino schneidet und mischt den Spot gemeinsam mit den anderen Werbespots, und darauf haben wir keinen Einfluss.

Die Landingpage zur Kampagne
Parallel dazu hat der Verband intern die Landingpage zur Kampagne gebaut. Auf sie verweist der Spot am Ende.

Wer was macht und wie die Freigabe läuft

Das Team hinter dem Spot

Maximilian Keuschnigg ist Director of Photography und arbeitet seit sieben Jahren als Videograf. Er kommt selbst aus der Angelszene und kennt die Arbeit am Wasser aus eigener Erfahrung. Für Andrees Angelreisen, Gloryfy und Nash Tackle hat er Kurzfilme und Social-Media-Videos gedreht, unter anderem auf Angelreisen in Afrika und Südamerika. Für einen Spot über Fische und Gewässer bringt er damit genau das mit, was es braucht: Gespür für das Thema und Routine beim Drehen in der Natur.

Ich bin Julian Haberl und plane den Dreh vorab mit Zeitplan und Storyboard. Die Abläufe lege ich so an, dass am Set niemand länger als nötig gebunden ist. Danach übernehme ich Schnitt, Sounddesign, Farbkorrektur und Mastering.

Abnahme auch aus dem Urlaub

Im Verband geben mehrere Personen frei, und nicht alle sind jederzeit erreichbar.
Wir kennen die Zuständigen und haben die Abnahme so vorbereitet, dass sie auch aus dem Urlaub möglich ist.
Für den gesamten Ablauf gab es eine feste Ansprechperson in der Geschäftsstelle des Verbands.
Obwohl die Produktion in die Urlaubszeit fiel, lief die Abnahme fast ohne Verzögerung.

 

 

Das Interview mit MMag. Andreas Schiechtl, Obmann des Tiroler Fischereiverbands, haben wir im Freien gedreht. Um harte Schatten im Gesicht zu vermeiden, haben wir ihn mit der Sonne im Rücken platziert und das Licht mit Reflektoren auf sein Gesicht zurückgelenkt. Trotzdem blieb das Gesicht dunkler als geplant. Beim nächsten Außendreh nehmen wir deshalb eine eigene Lichtquelle mit, die das Gesicht gezielt aufhellt.

Kurze Empfehlung

Organisationen, die ein politisches oder emotionales Anliegen mit Video sichtbar machen wollen,
raten wir zu zwei Dingen:

1. Eine klare, kantige Position gehört in den Film.

Ein Film braucht eine klare Haltung und diese müssen Ecken und Kanten haben. Markenvorgaben und Abstimmungsrunden sollten sie nicht verwässern. Vor dem Dreh prüfen wir trotzdem gemeinsam mit Ihnen, ob die Zuspitzung die Öffentlichkeit überzeugt oder dem eigenen Ziel im Weg steht.

2. Ein Spot allein ist keine Kampagne

Ein Kinospot sorgt für Sichtbarkeit, aber nur in einem Saal und in einer Stadt.
Wer Mitglieder, Politik und Öffentlichkeit erreichen will, braucht mehrere Formate über mehrere Monate hinweg.
Beim Tiroler Fischereiverband greifen drei Bausteine ineinander: die Social-Media-Kampagne seit August 2026, diverse Presseaussendungen und der Kinospot.

Welche Kombination zu Ihren Zielen passt, besprechen wir gerne im Erstgespräch.

Häufige Fragen

Was kostet ein Kinospot?

Entscheidend ist, ob vorhandenes Material genutzt werden kann.
Ein Kinospot kostet in der Produktion ab 2.800 Euro zzgl. USt., je nach Länge und Aufwand.
Dazu kommen der Werbeplatz im Kino und bei Bedarf ein Sprecher. Eine Korrekturrunde ist im Honorar enthalten.

Mit vorhandenem Material: ein Drehtag und ein bis eineinhalb Tage Schnitt, danach Freigabe und Tonprüfung im Kino.
Für einen kompletten Neudreh inkl. Konzeption würden wir einen Zeitrahmen von zwei bis zehn Wochen ansetzen. 

Ja, sofern das Material im Querformat und in ausreichender Auflösung verfügbar ist.
Für den Tiroler Fischereiverband hatten wir das Material von Anfang an im Querformat in 4K gedreht. Deshalb ließ es sich perfekt für die Leinwand weiterverwenden.

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